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Warum Logo Design Geld kostet

Von 3. September 2015April 12th, 2021keine Kommentare

Wenn es um die Entwicklung eines professionellen Logos geht, wird man das ein oder andere Mal mit diesem oder einem ähnlich formulierten Satz konfrontiert:

„Das ist aber teuer.“

Mit diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen einmal den Weg der Entwicklung eines neuen Logos beschreiben, um Auftraggebern (und -nehmern) die Komplexität aufzuzeigen.

Der Hauptgrund für die Kosten beschreibt eigentlich schon das Wort an sich:

Entwicklung

Entwicklung ist immer ein Prozess, der Zeit und letzten Endes auch Geld kostet. Dieser Prozess sieht im Groben so aus:

  • Recherche
  • Konzeption
  • Entwurf
  • Abstimmung
  • Finalisierung

Recherche

Über ein erstes Sondierungsgespräch hinweg, werden alle relevanten Informationen über den Symbolgehalt des Logos gesammelt und zusammengetragen. Diese bilden die Grundlage für eine erste, grobe Richtung der Entwicklung und Namensfindung.

Gerade bei der Entwicklung von Markennamen die keine Eigennamen sind (wie z. B. bei Born Design 🙂 ) ist eine Recherche über einen fachkundigen Rechtsanwalt sehr zu empfehlen, da Markenanmeldungen die Markenrechte Dritter verletzen können. Man minimiert so die Wahrscheinlichkeit einer Klage wegen Unterlassungs- und Schadenersatzansprüchen.

Auch Markenrecherchen können das Risiko einer Klage verringern. Die Markenrecherche ist nach oben hin offen. Hierbei kann man deutschlandweit, europaweit oder gar global recherchieren lassen, was die Kosten natürlich deutlich in die Höhe treibt.

Die Kosten für die Registrierung eines „Standard-Eintrag“ beim DPMA (deutsches Patent- und Markenamt) mit einem Schutz bis zu 3 Klassen und einer Schutzdauer von 10 Jahren belaufen sich hierbei auf 290,00 € ohne und 490,00 € mit beschleunigtem Verfahren.

Konzeption

Dieser Part ist für Kunden scheinbar oft nicht so greifbar, da hier vorwiegend eine geistige Auseinandersetzung des Entwerfenden mit den vorher gesammelten Informationen stattfindet. Diese Arbeit ist aber ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung, denn hierbei entstehen aus Grundideen erste grobe Entwürfe. Wenn auch oft nur im Kopf.

Aber mit Gehirnschmalz alleine ist es nicht getan. Bereits zu diesem Zeitpunkt muss man sich Gedanken über die zu verwendenden Schriften machen. Es gibt eine Menge kostenloser Fonts im Web. Aber auch diese stehen nicht nur oft mit Nutzungs- und Lizenzrechten in Verbindung, sondern darüber hinaus fehlen auch gerne Umlaute und einige Sonderzeichen, wie z.B. ß, € und @.

Bei vielen professionellen Schriftanbietern, wie Fontshop, Linotype, etc. muss man darüber hinaus verschiedene Schriftschnitte und deren Verwendung einkalkulieren. Alleine hierbei ist mit Kosten zwischen 30,00 € – 250,00 € zu rechnen; und zwar pro Schriftschnitt!

Bei den vier Standardschriftschnitten (regular, italic, bold, bold italic), entstehen also Kosten zwischen ca. 120,00 € – 1000,00 €.

Entwurf

Aus verschiedenen Grundideen sind nun konkrete Entwürfe geworden, welche auch „zu Papier“ gebracht werden. Diese werden weiter entwickelt, oder aber auch noch einmal komplett verworfen. Alles ist noch offen.

Der Schwerpunkt in diesem Entwicklungsstadium liegt hierbei auf der Symbolik, der Typografie und der Anordnung der Elemente zueinander. Wir verwenden in dieser Phase ausschließlich Grautöne, da Farben nur ablenken und man sich nicht mehr auf das Wesentliche konzentriert.

Bereits hier tritt man mit dem Kunden in einen engen Dialog, der wichtig für die Entwicklung ist. Denn das Logo muss nicht nur als solches funktionieren, sondern soll auch gefallen und im besten Falle als Identifikationspol dienen.

Beispiel einer Produktpalette

Corporate Design umfasst eine Vielzahl an möglichen Produkten. Bis zu dieser Palette ist es ein langer Weg, der sich am Ende aber auszahlt.

Abstimmungsrunden

Ein oder mehrere Entwürfe werden nun konsequent weiter entwickelt. Immer wieder werden Entwicklungen dem Auftraggeber präsentiert, und mit mindestens einer Partei abgestimmt.

Neben Symbolik und Typografie kommen nun auch Farben zum Einsatz. Anders als bei den beiden ersten unterliegen Farben stärker einem persönlichen Geschmack, auch wenn bestimmte Farben in unserer Gesellschaft eine bestimmte Wertigkeit erfahren haben.

Gerade dieser Punkt kann noch einmal richtig ins Geld gehen, da es nun einmal sehr unterschiedliche Ansprüche gibt, die eine kaum zu kalkulierende Anzahl dieser Runden erforderlich machen. Um unzählige Runden zu vermeiden, raten wir jedem dazu diese bereits im Angebot zu reglementieren. Die Option auf weitere Runden gegen Bezahlung ist definitiv empfehlenswert.

Finalisierung

„Jetzt ist es ja nicht mehr viel. Nur noch ein bisschen Feinschliff.“

Errare humanum est. Auch dieser Feinschliff gilt als Abstimmungsrunde. Das wird oft gerne übersehen, aber so kurz vor dem Ziel drücken wir natürlich auch schon einmal ein Auge mehr zu.

Letzten Endes handelt es sich hierbei meistens nur noch um leichte Korrekturen, wie z .B. Farbnuancen, Spartionierung, etc. Grundlegendes wird nun nicht mehr geändert.

Fazit

Logo Design ist einfach eine komplexe Angelegenheit, die vielleicht als solche oftmals nicht (an-) erkannt wird. Vielleicht wird diese aber auch dem Kunden durch den Anbieter nicht deutlich genug gemacht.

Zahlreiche Billiganbieter die Logos „designen“ tragen mit Sicherheit dazu bei dieses Bild noch weiter zu verzerren. Fraglich sind hierbei oft die Quellen der Vorlagen und Sicherung der Rechte.

Professionelles Logo Design ist individuell und abgestimmt auf den Markt oder die Branche. Die Entwicklung nimmt Zeit in Anspruch. Für den Auftragnehmer steht dafür aber am Ende dieses Prozesses ein Logo, welches sein Unternehmen unverwechselbar macht.

Eine Investition, die sich lohnt.